Ein Rezept für Lehrpersonen
15.01.2026

BNE-Rezept

BNE lässt sich nicht einfach «unterrühren» – doch mit dem richtigen Rezept gelingt’s! Hier finden Lehrpersonen die wichtigsten Zutaten und Schritte, um Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Unterricht zu integrieren. Wie in jeder guten Küche gilt: Das beste Menü entsteht, wenn es Lehrpersonen und Lernenden gut schmeckt.

Das Gericht: Eine BNE-Kompetenz wählen

Zuerst wähle ich eine Kompetenz, die ich mit meinen Schülerinnen und Schülern fördern möchte, zum Beispiel Empathie. So gebe ich dem Unterricht einen klaren roten Faden und verbinde ihn mit BNE. Die BNE-Kompetenzen von éducation21 basieren auf dem Lehrplan21 und stellen eine solide Grundlage für den Unterricht dar.

Die Zutaten: Passende Ressourcen auswählen

Nachdem ich die Kompetenz festgelegt habe, wähle ich die passenden Zutaten:

  • ein Unterrichtsfach
  • ein BNE-Lernmedium, z. B. aus dem éducation21-Katalog
  • ein übergreifendes Thema, z. B. Tiere
  • eine schulische Infrastruktur, z. B. Ruheecke

Die Zubereitung: In die Praxis überführen

Ich setze schülerzentrierte, entdeckende und kooperative Lernmethoden ein, z. B. ein Mystery oder einen Lernpfad. BNE verleiht dem Gericht besondere Geschmacksnoten dank:

  • einer BNE-Leitfrage, die den Unterricht Schritt für Schritt fächerübergreifend erweitert.
  • den fünf Dimensionen der Nachhaltigkeit – sozial, ökologisch, ökonomisch, Zeit und Raum – die das Thema unter verschiedenen Perspektiven beleuchten.
  • Partizipationsmöglichkeiten, die die Schülerinnen und Schüler konkret und lebensweltnah einbinden.

Die Kunst der Zubereitung: Eigene Haltung reflektieren

Ich halte mich über aktuelle Erkenntnisse auf dem Laufenden, reflektiere meine eigene Position zu einem Thema und dränge meine Überzeugungen den Schülerinnen und Schülern nicht auf. So schaffe ich ein Lernklima, in dem Dialog und unterschiedliche Sichtweisen Platz haben.

Ein Beispiel:

Ich wähle das Thema «Tiere», die Kompetenz «Empathie» und stelle dazu die Leitfrage: «Sollten wir alle Tiere gleichbehandeln?» Die Schülerinnen und Schüler ordnen und hinterfragen z. B. unterschiedliche Rollen von Tieren (Haustiere, Nutztiere, Wildtiere) – dabei erforschen sie die fünf Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung und erkennen, wie sie miteinander verknüpft sind. Schliesslich nutzen sie ihr Wissen in konkreten Projekten z. B. beim Anlegen eines Biotops oder beim Bau eines Wildbienenhotels.

Guten Appetit!